Was sollte man bei der Aufnahme eines Immobilienkredits beachten?

Die Investition in eine Immobilie lockt viele Anleger. Kein Wunder, bietet eine Immobilie doch viele Vorteile im Gegensatz zu anderen Investitionsmöglichkeiten. Zum einen handelt es sich um eine sichere Kapitalanlage, da Wohnraum, besonders in guter Lage, stets begehrt ist, zum anderen bleibt eine Immobilie von Inflation stets unberührt. Mieteinnahmen sichern dem Investor dabei ein regelmäßiges Einkommen. Bis es allerdings soweit ist, muss der Anleger zunächst Geld investieren. In der Regel wird dafür ein Kredit benötigt. Doch was muss man bei der Aufnahme eines Immobilien-Kredits beachten?

Welche Voraussetzungen muss der Kreditnehmer erfüllen?

Wer einen Kredit aufnehmen möchte, wird von der Bank zunächst bezüglich seiner Kreditfähigkeit geprüft. Der Antragssteller muss verschiedene Bereiche seiner Lebenssituation offenlegen, dazu gehören

  • ein Nachweis über das monatliche Einkommen in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis,
  • Informationen über den Familienstand,
  • mögliche Unterhaltsverpflichtungen,
  • weitere Monatsausgaben und
  • Unterlagen über das Bauvorhaben.

Die Bank prüft anschließend die Kreditwürdigkeit des Antragsstellers. Diese ist gegeben, wenn der Kreditnehmer über ein Einkommen verfügt, welches es ihm ermöglicht, seine monatlichen Ausgaben zu stemmen und zusätzlich noch das Darlehen inklusive Zinsen zurückzuzahlen.

Auf diese Kriterien sollte der Kreditnehmer im Vertrag achten

Ist die Prüfung positiv ausgefallen, bekommt der Antragsteller das Kreditformular zum Unterschreiben zugesandt. Bevor er aber seinen Namen unter das Dokument setzt, sollte er den Inhalt noch einmal genau unter die Lupe nehmen, damit es nicht zu ungewollten Nebenkosten oder Komplikationen kommt. Auf folgende Punkte sollte der Darlehensnehmer auf jeden Fall achten:

  • Wie hoch ist der Nominal-, aber auch der Effektivzinssatz?
  • Wie hoch ist die Tilgungsrate und kann sie innerhalb der Laufzeit geändert werden?
  • Wie hoch ist die monatliche Belastung in Euro?
  • Welche Laufzeit hat der Vertrag?
  • Welche Gebühren und Nebenkosten fallen an?
  • Ab welchem Datum fallen Bereitstellungszinsen an und wie hoch sind diese?
  • Besteht im Notfall die Möglichkeit, die Tilgung für einen festgelegten Zeitraum auszusetzen?

 

Professionelle Hilfe kann entscheidend sein

Grundsätzlich hat der Unterzeichnende bis zu zwei Wochen nach Unterschreiben des Vertrags die Möglichkeit, ohne Angabe von Gründen von diesem zurückzutreten. Trotzdem sollte sich der Kreditnehmer bereits vor dem Unterzeichnen absolut sicher sein, dass er die im Vertrag vereinbarten Bedingungen zur Gänze akzeptiert. Die oben aufgeführte Checkliste kann dabei eine wichtige Hilfestellung sein. Bleiben dennoch Punkte unklar, sollte auf jeden Fall ein Fachmann, wie beispielsweise ein Experte von blacklabelimmobilien.com, zu Rate gezogen werden. Dieser kann unklare Begriffe im Vertrag verstehen und findet mögliche Zins- und Gebührenfallen. Mit seiner Erfahrung kann der Experte Fehler vermeiden, die der Laie nicht erkennt. Da es bei einem Baukredit um viel Geld geht, kann man so einiges sparen.
Doch bereits vor dem Gespräch mit der Bank ist es sinnvoll, sich ausreichend zu informieren. Im Internet gibt es zum Beispiel verschiedene Möglichkeiten, Kredite kostenlos zu vergleichen. Das kann helfen, eine Vorauswahl zu treffen. Vor dem Gespräch mit der Bank sollte der Antragsteller dann genau wissen, welche Voraussetzungen sein Kredit erfüllen muss. Soll die Tilgungsrate eher höher sein, damit der Kredit schneller wieder abbezahlt ist oder ist eine längere Laufzeit mit niedrigerer Tilgungsrate sinnvoller? Diese Fragen sollte man mit einem unabhängigen Experten diskutieren, bevor man seinen Antrag auf ein Darlehen bei der Bank einreicht.

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